11.01.2015

Schöne Schweinerei

Im Januar kommt man in meiner Familie aus dem Feiern nicht mehr raus. Da ist man froh, für jeden etwas zu Weihnachten gefunden zu haben und dann geht es im Januar mit einem Geburtstags-Marathon weiter. Es zuckte mir schon eine ganze Weile in den Fingern, einen "Pigs in the mud"-Kuchen auszuprobieren und da mein ältester Bruder und mein Neffe zusammen ihren Geburtstag gefeiert haben und ich einen Kuchen mitbringen wollte, hat sich das prima angeboten. Es sollte auch eine Art Glückskuchen sein da 2014 nicht so bombig war in unserer Familie. So hatte ich also endlich einen Grund, diesen Kuchen nachzubauen. Ich schreibe jetzt kein Schritt-für-Schritt-Tutorial, weil das andere schon viel besser gemacht haben, aber ich habe ein paar Schritte festgehalten und das Rezept für den Kuchen und die Ganache.


Erst wollte ich Biskuit mit einer oder zwei Schichten Schokosahne machen, aber den Gedanken habe ich schnell verworfen, weil die Beschenkten sich nicht viel aus Torte machen, sondern lieber Rührkuchen mögen. Daher habe ich mein Sahne-statt-Butter-Rührkuchen-Rezept verwendet, an dem ich seit einiger Zeit rumschraube. Dieser Kuchen ist genauso saftig wie mit Butter gemacht. Allerdings ist Sahne günstiger und man spart dazu noch ein paar Kalorien - ja ja, ich weiß. Sowas in einem Backblog zu erwähnen ist das fast schon lächerlich :P
Am ersten Tag habe ich also den folgenden Kuchen gebacken.
Gewürzkuchen, 18cm Springform
120g Schokolade (gerne Vollmilch und Dunkel gemischt)
3 Eier
140g Zucker
160g Mehl
20g Backkakao
2 TL Backpulver, gestrichen
3 TL Gewürze nach Wahl (Zimt, Ingwer, Pfeffer, Nelken, Anis, Muskatblüte, etc)
200ml Sahne
Schokostreusel
Die Backform fetten, mehlen oder mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Backpulver und Gewürze) mischen.
Schokolade vorsichtig in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen und beiseite stellen.
Eier mit Zucker einige Minuten hell aufschlagen, die geschmolzene Schokolade hinzugeben und gründlich verrühren. Nun noch abwechselnd die trockenen Zutaten und die Sahne einrühren. Zum Schluss noch Schokostreusel unterheben, in die Backform füllen und für ca. 60 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe).
Kuchen kurz etwas abkühlen lassen, aus der Form lösen und dann komplett auskühlen lassen.

Am zweiten Tag habe ich die kleine entstandene Kuppel vom abgekühlten Gewürzkuchen mit einem Tortenbodenteiler abgeschnitten, so dass eine glatte Oberfläche entstanden ist. Das geht natürlich auch mit einem Messer.
Für die Ganache habe ich 300g dunkle Schokolade mit 200ml Sahne in Intervallen in der Mikrowelle geschmolzen bis eine schöne glänzende dunkle Creme entstanden ist mit der Konsistenz von ungefähr warmen Nutella. Diese habe ich zur Seite gestellt und ein bisschen abkühlen lassen.
In der Zeit habe ich die Kitkatriegel für den "Zaun" vertikal in der Mitte durchgeschnitten so dass statt vier Riegeln immer zwei zusammen sind. Ich schätze ich habe 8 - 10 Riegel gebraucht. Gekauft hatte ich zwei 6er-Packs und es sind ein paar Zweierriegel übrig geblieben.

Mit einem Teil der Ganache habe ich den Rand des Kuchens großzügig eingeschmiert, so dass die Kitkats besser halten. Nachdem die Kitkats angebracht waren, habe ich zum besseren Halt noch mittig ein Band um den Kuchen gebunden.
Den Rest der Gache habe ich dann auf den Kuchen gegeben und gleichmäßig verteilt, aber nicht glatt gestrichen.

Jetzt kam der Teil vor dem ich ein bisschen Angst hatte. Mit Fondant zu arbeiten, ist echt nicht so meins, obwohl es wirklich Spaß macht. Meine Hände sind für solche Frickeleien nicht gemacht. Man konnte schon im Kindergarten nicht erkennen was ich da knete.

Zum Glück gibt es einige Tutorials, die zeigen wie man die Schweinchen macht. Besonders Spaß haben mir natürlich die Popos gemacht :D
Leider war ich von der Farbe des Fondants enttäuscht. Eigentlich wollte ich selber welchen machen, habe aber neulich zufällig bei Penny rosa Fondant gesehen und dann für diesen Zweck gekauft. Auf der Packung sah er zartrosa aus, im Original war er dann aber ziemlich grell rosa, fast pink.

Dann kam der spannende Augenblick: die Schweinchen nehmen ein Bad. Mir war klar, dass ich nicht mehr viel verändern kann, wenn die Figuren erstmal schön im Schokoschlamm sitzen. Ein Huf des auf dem Rücken schwimmenden Schweinchens ist mir verruscht, aber ich konnte es mit einem Zahnstocher noch gut korrigieren.


Und das war es auch schon. Der Kuchen macht Spaß, dauert gar nicht lang und ist auch noch super angekommen. Außerdem lässt er Interpretationsspielraum. Ich kann mir z.B. auch super vorstellen, weiße Ganache blau einzufärben und ein paar Enten drauf zu setzen. Vielleicht für Ostern oder so :)

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